Mein Buch

Ich habe einen Roman geschrieben, vor ein paar Jahren, und durch eine Verkettung glücklicher Zufälle wurde er verlegt und man kann ihn auch tatsächlich heute noch kaufen.

Mein Buch trägt den Titel „Morrigans Vögel“ und erzählt die Geschichte eines ganz besonderen Jahres im Lebe einer irischen Familie.

Das Cover, wie immer gezeichnet von Myriam Kühn.

Das Cover, wie immer gezeichnet von Myriam Kühn.

 

Hier eine kleine Inhaltsangabe:

Ein silberner See, umgeben von Hügeln. Ein kleines, Haus fernab der Straße. Eine Familie, die ein Geheimnis hütet. Ein Großvater, der die alten Geschichten erzählt und ein Junge, der zu sehr glauben will. Maeves Leben verändert sich für immer, in dem Jahr, in dem die Raben kommen. Was bringt ihren Bruder Ruairi dazu, sich immer weiter von seiner Familie zu entfernen? Wer ruft nach ihm und lockt ihn auf verborgenen Pfaden in die Hügel? Und das Wichtigste: Wie lange wird er sich noch an den Rückweg erinnern können? Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Wird es Maeve gelingen, den Schlüssel rechtzeitig zu finden?

 

Rezensionen

An diesem Roman fesselte mich von der ersten Seite an die eindringliche Atmosphäre, ich war gleich mitten in der Geschichte und spürte eine große Nähe zu den Hauptfiguren. Maeve ist eine genaue Beobachterin und macht sich Gedanken über das, was sie sieht und erlebt. Sie sucht nach Verbindungen und Hintergründen. Im Gegensatz zu ihr glaubt Ruaírí auch an Dinge, die verborgen sind. Die ganze Familie zeichnet eine innige Verbundenheit aus, unabhängig von den unterschiedlichen Meinungen und gelegentlichen Streitereien. Man spürt einfach, dass da etwas tieferes ist, was sie zusammenhält.

Das Buch vermittelt eine nachdenkliche Stimmung und wird auf seine eher leise Art immer geheimnisvoller. Zu Beginn lernt man Maeve und ihre Familie besser kennen, später spielen Ruaírís Andersartigkeit und die Ereignisse im Dorf eine immer größere Rolle. Die Handlung nimmt Fahrt auf, es wird übernatürlich und zeitlich knapp. Findet Maeve heraus, warum sich ihr Bruder immer weiter von ihr entfernt? Und gibt es einen Weg, um ihn in dieser Welt zu halten?

Ruaírís besonderes Wesen, die Naturverbundenheit und seine Sicht der Dinge haben mich ziemlich gefangen genommen. Er ist schnell zu meiner Lieblingsfigur geworden und hat mich auch nach dem Lesen noch länger beschäftigt. Sehr begeistert hat mich auch die Verknüpfung der keltischen Jahreskreisfeste mit der Handlung des Romans. Es wird gezeigt, wie man diese heute ohne großen Aufwand begehen kann. Und ein wenig davon vermittelt, warum diese gefeiert wurden. Je nach Kenntnisstand kann man da ganz neue Türen öffnen oder Erinnerungen und Pläne wecken – zumindest wünsche ich mir das…(Marny)

 

 

Sylvia Hörner erzählt eine etwas andere Elfengeschichte. Aus der Sicht der elfjährigen Maeve – deren innere Stimme und Gedanken sehr viel älter wirken und kaum etwas kindliches an sich haben – erfährt der Leser von alten keltischen Bräuchen und Riten, einem Familiengeheimnis und der Sehnsucht und Gefahr, zwischen den Welten zu wandern.

Wo amerikanische Fantasybücher meist knallig bunt sind, ist „Morrigans Vögel“ in zahlreichen Grautönen gezeichnet. Wie in einer Nebellandschaft sieht man die Dinge um sich herum und erkennt sie sofort, um doch zu ahnen, dass mehr in ihnen steckt. Sylvia Hörner fängt mit wenigen Worten Gefühle und Stimmungen ein und zeichnet dem Leser Bilder und Charaktere mit verblüffendem Detailreichtum, ohne sie festzulegen. So hat man zum Beispiel sofort ein Gespür für Maeves Familie und ihre innige Verbundenheit oder für den See, der als stiller Charakter ein Eigenleben zu führen scheint. Die Stimmung ist gedämpft, nachdenklich und doch immer wieder voller Freude und Wärme.

Stilistisch merkt man dem Buch nicht an, dass es sich um ein Erstlingswerk handelt. Der Schreibstil liest sich flüssig und sehr angenehm.

Mir hat „Morrigans Vögel“ viel Freude gemacht und mich beim Lesen zu dem Schritt zur Seite eingeladen, dem Öffnen der Augen, um einen Blick in meine persönliche Anderswelt zu erhaschen. (Jessica)

 

Dieses einzigartige Buch entführt den Leser in eine nebelhafte Welt, in der nichts ist wie es auf den ersten Blick erscheint.
Das Mädchen Maeve erzählt von ihrer Heimat am Ufer des Sees bei den Hügeln, von ihrem großen Bruder, der ein bisschen seltsam ist, von ihrem Großvater, der ein Geheimnis hütet und von den Festen des keltischen Jahreskreises, in dem die Familie fest verankert ist. Nach und nach setzen sich die einzelnen Puzzleteile der Geschichte zu einem Ganzen zusammen, so dass die Geschichte bis zur letzten Seite spannend bleibt.

Dies ist ein Buch für alle, die gerne Geschichten von damals lauschen und für alle, denen unsere Welt nicht genug ist. Ein Buch, das nachdenklich macht und das uns an all die Dinge erinnert, die im Leben wirklich wichtig sind.

Allein durch ihre märchenhafte Erzählweise gelingt es der Autorin, den Leser tief in die Geschichte eintauchen zu lassen und in ihre Welt zu entführen. Obwohl das Buch aus der Sicht der kleinen Maeve geschrieben ist, handelt es sich ganz klar nicht um ein Kinderbuch. (Sabrina)